FAQs
In der Vergangenheit wurden uns oftmals Fragen zur AQEO Serie gestellt. Außerdem kommen auch immer wieder Fragen zum Krankheitsbild Psoriasis selbst auf – ganz gleich ob man gerade erst die Diagnose "Schuppenflechte" bekommen hat oder schon sein Leben lang zu den Betroffenen zählt. Im Folgenden haben wir alle relevanten häufig gestellten Fragen zu den Produkten und zum Krankheitsbild Psoriasis für Sie zusammengestellt.
- Seit wann gibt es AQEO?
- Ist in den AQEO-Pflegeprodukten Alkohol enthalten?
- Kann ich AQEO während der Schwangerschaft verwenden?
- Kann man die AQEO-Produkte auch bei (Klein-)Kindern anwenden?
- Kann ich AQEO auch im Gesicht anwenden?
- Wird meine Haut bei der Pflege mit AQEO mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt?
- Welchen pH-Wert haben die AQEO-Produkte?
- Kann AQEO meine Haut irritieren?
- Hilft AQEO gegen Juckreiz?
- Enthalten die AQEO-Produkte Kortison?
- Warum ist im AQEO Anti Schuppen Shampoo Plus ein Duftstoff enthalten?
- Was ist der Unterschied zwischen dem AQEO Shampoo und dem Anti Schuppen Shampoo Plus?
- Verfärbt das AQEO Shampoo meine Strähnchen im Haar
- Warum sind im AQEO Shampoo und in der AQEO Creme Konservierungsstoffe enthalten?
- Was bewirkt der Inhaltsstoff Climbazol?
- Was bewirkt der Inhaltsstoff Polyquaternium-10?
- Kann man AQEO auch bei Neurodermitis benutzen?
- Wie häufig ist die Krankheit?
- Ist Psoriasis ansteckend?
- Ist Psoriasis erblich?
- Was genau passiert bei Psoriasis?
- Wie verläuft die Krankheit?
- Welche Auslöser hat ein Krankheitsschub?
- Ist Psoriasis heilbar?
- Kann man an Psoriasis sterben?
- Kann man durch Psoriasis Hautkrebs bekommen?
- Muss ich die Haut auch eincremen wenn sich das Hautbild verbessert hat?
- Betrifft Psoriasis nur die Haut?
- Kann sich Psoriasis weiter ausbreiten?
- Kann Kopfhautpsoriasis zu einer Glatze führen?
- Kann ich bedenkenlos ins Solarium oder öffentliche Schwimmbäder gehen?
- Kann es während der Schwangerschaft zu Komplikationen durch Psoriasis kommen oder wird die Hautkrankheit dadurch beeinflusst?
- Sind Neurodermitis und Schuppenflechte vergleichbare Erkrankungen?
- Wo kann ich mich mit Betroffenen austauschen?
Seit wann gibt es AQEO?Die Serie wurde unter dem Namen AQEO im September 2000 in Deutschland eingeführt und im Januar 2002 unter der Dachmarke BALNEUM als BALNEUM AQEO weitergeführt. Seit 1.1.2008 gilt wieder der ursprüngliche Produktname AQEO.
Ist in den AQEO-Pflegeprodukten Alkohol enthalten?Da Alkohol die strapazierte psoriatische Haut zusätzlich reizen und zudem unangenehm brennen kann, enthält kein Produkt der AQEO-Pflegeserie Alkohol (Ethanol).
Kann ich AQEO während der Schwangerschaft verwenden?Grundsätzlich ist diese Frage mit "ja" zu beantworten. Allerdings sollte vor der Anwendung von Arzneimitteln oder Kosmetika während der Schwangerschaft der behandelnde Arzt gefragt werden.
Kann man die AQEO-Produkte auch bei (Klein-)Kindern anwenden?Aufgrund der Erfahrungen mit den besonders hautfreundlichen schonenden Inhaltsstoffen, die in AQEO enthalten sind, lassen sich keine Altersbeschränkungen für die Produkte ableiten. Lediglich Urea (Harnstoff) kann bei empfindlicher Kinderhaut zu leichten Hautirritationen führen.
Das AQEO Anti Schuppen Shampoo Plus (Medizinprodukt) kann bei Kindern ab 3 Jahren angewendet werden.
Kann ich AQEO auch im Gesicht anwenden?Ja. Die ausgewählten Inhaltsstoffe sind besonders schonend und hautfreundlich und können auch im Gesicht angewandt werden. Hierzu eignet sich besonders die AQEO Creme. Aufgrund des Inhaltsstoffes Urea sollte die Augenpartie ausgespart werden.
Wird meine Haut bei der Pflege mit AQEO mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt?Ja. Die Pflegeprodukte von AQEO enthalten den körpereigenen Feuchthaltefaktor Urea (Harnstoff) in einer 5%igen Konzentration. Urea bindet Wasser in der Haut, d.h., dem Verdunsten wird entgegengewirkt und die Haut wird dadurch besonders glatt. AQEO Creme und Lotion als Öl-in-Wasser Emulsionen pflegen und beruhigen die psoriatische Haut zusätzlich, wobei die Creme einen ca. 20%igen Lipidanteil und die Lotion einen ca. 30%igen Lipidanteil enthält. In klinischen Studien konnte belegt werden, dass die Hautfeuchtigkeit unter Anwendung der Creme um 21% und unter Anwendung der Lotion um 28% anstieg.
Welchen pH-Wert haben die AQEO-Produkte?Bei psoriatischer Haut ist die Hautbarrierefunktion aufgrund der Krankheit gestört. Daher ist es wichtig, diese nicht weiter zu beeinträchtigen. Die Produkte der AQEO-Serie haben alle einen pH-Wert zwischen etwa 4,2 (Anti Schuppen Shampoo Plus) und etwa 6,0 (Creme). D. h., alle Werte liegen im schwach sauren Bereich. Dadurch wird der natürliche pH-Wert der Haut (ungefähr 5,0 bis 6,0) nicht gestört und der natürliche Säureschutzmantel der Haut bleibt erhalten.
Kann AQEO meine Haut irritieren?Die AQEO-Serie ist im allgemeinen gut hautverträglich. Dennoch kann - wie bei allen äußerlichen Produkten - nicht völlig ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen zu Unverträglichkeiten kommt. Bei den AQEO-Produkten wurde bewusst auf hautreizende Bestandteile wie Duft*- und Farbstoffe verzichtet. Shampoo und Duschgel sind zudem seifenfrei und enthalten rückfettende Lipide, so dass die Haut vor dem Austrocknen bewahrt wird. In Einzelfällen kann der Inhaltsstoff Urea (Harnstoff) zu Hautreizungen führen.
* außer AQEO Anti Schuppen Shampoo Plus
Hilft AQEO gegen Juckreiz?Da 86% aller Psoriatiker unter quälendem Juckreiz leiden, ist in allen Produkten der AQEO-Serie der Wirkstoff Polidocanol enthalten. Dieser verfügt über juckreizlindernde Eigenschaften. Der Wirkstoff besitzt ausgezeichnete Verträglichkeit und lindert effektiv lästigen Juckreiz. So kann sich die gestresste Haut wunderbar erholen und zudem wird das Kratzen vermindert.
Enthalten die AQEO-Produkte Kortison?Nein. In keinem der Produkte ist Kortison enthalten.
Warum ist im AQEO Anti Schuppen Shampoo Plus ein Duftstoff enthalten?Bei Umfragen hat die Mehrheit der befragten Psoriatiker angegeben, dass sie sich ein Shampoo wünschen, das zwar auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Haut abgestimmt ist, aber nicht "medizinisch" riecht. Diesem Wunsch haben wir entsprochen und einen frühlings-frischen Duftstoff speziell für AQEO entwickelt, wobei ganz bewusst auf die bekannten allergieauslösenden Substanzen verzichtet wurde. Zusätzlich wurde der Duftstoff klinisch auf allergieauslösende Stoffe geprüft.
Was ist der Unterschied zwischen dem AQEO Shampoo und dem Anti Schuppen Shampoo Plus?Beide Shampoos enthalten die Inhaltsstoffe Polidocanol (juckreizlindernd), Climbazol (antibakteriell) und Provitamin B5 (pflegend). Das milde AQEO Shampoo ist für die tägliche Haarwäsche geeignet, reinigt schonend Haar und Kopfhaut, verleiht dem Haar seidigen Glanz und schützt die Kopfhaut vor dem Austrocknen. Das AQEO Anti Schuppen Shampoo Plus enthält zudem den Wirkstoff Salicylsäure. Dieser hilft, festsitzende Schuppen zu lösen und beugt der Neuschuppenbildung effektiv vor. Das Anti Schuppen Shampoo Plus ist außerdem das erste Produkt der AQEO-Serie, das einen Duftstoff enthält, der auf allergieauslösende Substanzen klinisch getestet wurde. Das Anti Schuppen Shampoo Plus entfaltet bereits nach einer Minute Einwirkzeit seine volle Wirkung und sollte alle 2 bis 3 Tage angewandt werden, um eine optimales Ergebnis zu erzielen.
Verfärbt das AQEO Shampoo meine Strähnchen im HaarNormalerweise werden Haarsträhnchen bei/nach Anwendung des Shampoos nicht verfärbt. Allerdings ist uns ein Fall bekannt, bei dem es zu einer scheinbaren Wechselwirkung mit der im Medizinprodukt Anti Schuppen Shampoo Plus enthaltenden Salicylsäure kam.
Aus Vorsichtsgründen kann an einer gefärbten Haarsträhne im Nackenbereich gestestet werden, ob es zu einer Verfärbung durch das Shampoo kommt.
Warum sind im AQEO Shampoo und in der AQEO Creme Konservierungsstoffe enthalten?Das im Shampoo enthaltende Konservierungsmittel Kaliumsorbat (Potassium Sorbate) wirkt der Bakterienbildung entgegen und ist zudem äußerst mild, so dass es sogar lebensmitteltauglich ist. In der Creme ist der Konservierungsstoff Benzylalkohol (Benzyl Alcohol) enthalten. Dieser ist normalerweise natürlicher Bestandteil vieler ätherischer Öle, so z.B. auch von Pflanzen wie Jasmin oder Goldlack. Zur Verwendung in der Kosmetik muss er allerdings chemisch hergestellt werden.
Was bewirkt der Inhaltsstoff Climbazol?Der Wirkstoff Climbazol (enthalten in den AQEO Shampoos) bekämpft in erster Linie den Hefepilz Malassezia spp. Er wird als Hauptursache für Schuppenbildung gesehen. Die psoriatische Haut reagiert auf den übermäßigen Befall mit Malassezia spp mit einer vermehrten Schuppenbildung. In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass der Wirkstoff Climbazol die Keimdichte des Pilzes signifikant senkt.
Was bewirkt der Inhaltsstoff Polyquaternium-10?Das Haar wird mit einer Schutzschicht umhüllt und ist dadurch leichter kämmbar. Die Schutzschicht hilft außerdem, die natürliche Feuchtigkeit der Haare zu erhalten.
Kann man AQEO auch bei Neurodermitis benutzen?Grundsätzlich werden zur Pflege der neurodermitischen Haut ähnliche Wirkstoffe wie bei der Hautpflege psoriatischer Haut angewandt. So z.B. der natürliche körpereigene Feuchthaltefaktor Urea und der Inhaltsstoff Polidocanol, der den lästigen Juckreiz schnell und effektiv lindert.
Wie häufig ist die Krankheit?Zwar wurde Psoriasis "erst" vor 200 Jahren genauer beschrieben, allerdings weiß man aus 2000 Jahre alten medizinischen Schriften der Griechen, dass die Historie der Psoriasis weitaus länger zurück reicht. Schuppenflechte ist weltweit verbreitet, wobei überwiegend hellhäutige Menschen betroffen sind. Etwa 2-3 % Europäer leiden an Psoriasis. Allein in Deutschland sind ca. 3 Millionen Menschen betroffen, wobei das Geschlecht keine Rolle spielt.
Ist Psoriasis ansteckend? Nein. Die Psoriasis ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die in keiner Krankheitsphase ansteckend ist.
Ist Psoriasis erblich?Experten wissen mittlerweile, dass Psoriasis erblich bedingt ist, wobei der Erbgang bislang noch nicht genau bekannt ist. Allerdings wird nicht die Krankheit selbst vererbt, sondern lediglich die Veranlagung (Disposition). Die Erbinformation findet sich wahrscheinlich verteilt auf verschiedenen Chromosomen. Genauer gesagt bedeutet das Folgendes: Sind in der Familie Menschen von Psoriasis betroffen, so hat man selbst ein erhöhtes Risiko daran zu erkranken. Ist ein Elternteil betroffen, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder an Psoriasis erkranken bei etwa 10 bis 20%, sind beide Elternteile betroffen, liegt sie bei bis 40-50 %. Des Weiteren unterscheidet man in Typ I- und Typ II-Psoriasis. Bei Typ I wird die Krankheit bereits im Kindes- oder Jugendalter ersichtlich, wobei bestimmte Merkmale auf den weißen Blutkörperchen vorliegen: die so genannten HLA-Faktoren. Auch andere Familienmitglieder sind betroffen. Bei Typ II fehlt jeglicher Bezug zu diesen HLA-Faktoren und die Krankheit kommt erst später, meist zwischen den 50. und 70. Lebensjahr, zum Ausbruch.
Was genau passiert bei Psoriasis?Schuppenflechte ist auf eine so genannte "überstürzte" Hauterneuerung zurückzuführen. Während sich die gesunde Haut etwa alle 28 Tage erneuert, ist das bei psoriatischer Haut alle 4 Tage der Fall. Bei der Hauterneuerung wandern neue Zellen aus den unteren Hautschichten in die für uns sichtbare Oberhaut, wobei die alten Zellen in Form von Hautschüppchen abgesondert werden. Normalerweise liegt die Menge bei etwa 1g pro Tag, bei sehr aktiver Psoriasis können bis zu 13g Hornschüppchen täglich abgesondert werden. Zusätzlich liegt eine unterschiedlich stark ausgeprägte Entzündung in den betroffenen Hautarealen vor.
Wie verläuft die Krankheit?Psoriasis verläuft bei den meisten Patienten schubweise, d.h., Phasen der Hautverbesserung wechseln sich mit Phasen der Verschlechterung ab. Meist ist eine Verschlechterung im Frühjahr und im Herbst zu beobachten, während bei 90% der Psoriatiker zum Sommer hin eine Verbesserung des Hautbildes eintritt. In den Phasen der Hautverbesserung muss sich die Psoriasis aber nicht zwangsläufig ganz zurückziehen, denn auch bei einer Verbesserung des Hautbildes können einzelne Areale weiterhin fortbestehen. Neben dem Verlauf in Schüben kann die Krankheit auch stetig verlaufen, mit ständigen Hautveränderungen ohne deutlichen Rückgang der Symptome. 20% der Psoriasiserkrankungen verlaufen durchaus mild – mit weniger Schüben und langen Zeiträumen ohne Beschwerden. Bei etwa 10% der Patienten tritt Psoriasis nur kurzweilig auf und verschwindet dann für immer.
Welche Auslöser hat ein Krankheitsschub?Bei der Psoriasis können sowohl endogene (innere) als auch exogene (äußere) Provokationsfaktoren zum Krankheitsschub führen. Zu den endogenen gehören unter anderem Infektionskrankheiten (häufig Scharlach oder Angina), bestimmte Medikamente, seelische Belastungen, hormonelle Umstellung, z.B. durch Schwangerschaft oder in den Wechseljahren sowie Überbelastung in Form von Stress. Exogene Faktoren sind u.a. Verletzungen, Verbrennungen, Unfälle, Operationen sowie Klimawechsel oder Sonnenbrand. Kurz: Belastungen verschiedenster Art können Ursache für einen Krankheitsschub sein, wobei die Psoriasis nicht unmittelbar zum Vorschein kommt, sondern eine Anlaufzeit von bis zu 14 Tagen benötigt. Viele Betroffene, die schon lange an Psoriasis leiden, können mittlerweile absehen, wann sich ein neuer Schub anbahnt. Umfragen in Hautkliniken haben gezeigt, dass 70% der Psoriatiker die Auslöser für ihre Schübe kennen. Sinnvoll ist es daher, Tagebuch über alle (Krankheits-)Veränderungen zu führen, um die entsprechenden persönlichen Auslöser herauszufinden und dementsprechend zu meiden.
Ist Psoriasis heilbar?Eine Heilung im Sinne von vollständiger Beseitigung der Krankheitsursachen ist nach heutigem Wissensstand leider nicht möglich. Allerdings gibt es eine Vielzahl an Therapieoptionen bei Psoriasis, wodurch sich die Symptome der Krankheit gut in den Griff bekommen lassen. Außerdem sollte man die konsequente und tägliche Hautpflege nicht unterschätzen, da sie das Hautbild zusätzlich günstig beeinflussen und neue Schübe hinauszögern kann.
Kann man an Psoriasis sterben?Grundsätzlich hat Psoriasis keinen Einfluss auf die Lebenserwartung. Allerdings gibt es einige äußerst seltene schwere Formen der Psoriasis, die mit einer Rötung der gesamten Haut zum Teil auch Pustelbildung einhergehen. Die Betroffenen leiden zudem an einem sehr starken Krankheitsgefühl und Fieber und müssen in einer Hautklinik stationär behandelt werden. Besteht dieses schwere Krankheitsbild über Wochen und kommen Begleiterkrankungen wie z.B. eine Lungenentzündung, die durch das geschwächte Immunsystem eventuell begünstigt werden, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben.
Kann man durch Psoriasis Hautkrebs bekommen?Nein. Es wurde noch nie eine Häufung von Hautkrebserkrankungen bei Psoriatikern beobachtet. Allerdings kann bei bestimmten Lichttherapien durch besonders häufige und intensive Bestrahlung ein erhöhtes Hautkrebsrisiko entstehen.
Muss ich die Haut auch eincremen wenn sich das Hautbild verbessert hat?Ja. In jedem Fall ist die tägliche und intensive Pflege der Haut mit speziellen Salben, Cremes oder Lotionen unerlässlich. Auch wenn die Haut eine deutliche Verbesserung zeigt, ist das Cremen das A & O. Psoriatische Haut braucht eine Extraportion an Fett und Feuchtigkeit, insbesonndere wenn man als Therapie der Schuppenflechte eine Lichtbehandlung gewählt hat. Wichtig ist, dass man nur Präparate benutzt, die die Haut nicht irritieren oder zusätzlich reizen. Bewährt haben sich z.B. die Inhaltsstoffe Urea und Polidocanol: Urea (Harnstoff) ist ein körpereigener Feuchthaltefaktor, der die Haut beruhigt und nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgt. Polidocanol hilft effektiv bei der Juckreizlinderung, d.h., die Haut kann sich wieder entspannen und Kratzen wird verhindert. Am besten eignen sich Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse psoriatischer Haut abgestimmt sind. Verwenden Sie hierzu eine komplette Pflegeserie; manchmal kann es bei Anwendung verschiedener Produkte zu Wechselwirkungen und somit zu unerwünschten Hautreizungen kommen. Das konsequente Cremen kann außerdem helfen, einen bestehenden Schub zu mildern oder einen neuen Schub hinauszuzögern. Allerdings kann die Hautpflege die klassische Therapie in keinem Fall ersetzen. Sie kann lediglich als sinnvoll unterstützende Maßnahme zur jeweiligen Therapie gesehen werden.
Betrifft Psoriasis nur die Haut?Es gibt viele verschiedene Formen der Psoriasis. Die häufigste ist die so genannte Psoriasis vulgaris, die gewöhnliche Schuppenflechte, die lediglich die Haut betrifft. Allerdings gibt es auch Krankheitsformen, bei denen z.B. die Gelenke und/oder die Finger- und/oder Fußnägel beteiligt sind. 5-8 % der Psoriatiker leiden einer Beteiligung der Gelenke.
Kann sich Psoriasis weiter ausbreiten?Normalerweise beschränkt sich die Krankheit auf bestimmte bevorzugte Stellen am Körper, vor allem die Knie, Ellbogen, Rücken und Kopfhaut. Im Fall eines Schubes, dehnt sich die Psoriasis auf größere Hautflächen aus. In sehr schweren Fällen, die sehr selten sind, kann die gesamte Haut gerötet und entzündet sein.
Kann Kopfhautpsoriasis zu einer Glatze führen?Obwohl die Kopfhaut zu den häufig betroffenen Lokalisationen zählt, verursacht die Psoriasis in der Regel keinen starken Haarverlust und führt somit auch nicht zu Kahlköpfigkeit. Allerdings können die heftigen Entzündungen in den tiefen Schichten der Haut sowie die dicken Schuppenkrusten zu einer zum Teil dramatischen Ausdünnung der Haare führen. Ist der Befall stark ausgeprägt und werden die juckenden Stellen intensiv und häufig gekratzt, kann es vorübergehend zum Haarverlust kommen, der allerdings auf das Kratzen und nicht auf die Psoriasis zurückzuführen ist. Hier empfehlen sich Shampoos, die den Juckreiz lindern (z.B. durch Polidocanol) und so die gereizte Kopfhaut beruhigen, um Kratzen zu vermindern.
Kann ich bedenkenlos ins Solarium oder öffentliche Schwimmbäder gehen?Oftmals verbessert sich der Hautzustand durch Sonnenbestrahlung erheblich. Allerdings sollte eine übermäßige Bestrahlung in jedem Fall verhindert werden, um die Gefahr eines Sonnenbrandes auszuschließen. Dieser könnte zur zusätzlichen Hautreizung und somit zu einem neuen Schub führen. Solarien sollten Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt besuchen. Schwimmbäder können Sie ohne Bedenken besuchen. Hier liegt es einzig und allein an Ihrem persönlichen Empfinden, ob Sie möglicherweise das Schwimmen in Meeren oder Seen bevorzugen.
Kann es während der Schwangerschaft zu Komplikationen durch Psoriasis kommen oder wird die Hautkrankheit dadurch beeinflusst?Die Schuppenflechte führt zu keiner Gefährdung der Schwangerschaft. In einigen Fällen ist während der Schwangerschaft eine Verbesserung des Hautbildes zu beobachten, in anderen allerdings auch eine Verschlechterung, so dass keine konkrete Aussage darüber getroffen werden kann, ob und inwieweit die Schwangerschaft Schuppenflechte beeinflusst. Beachtet werden muss in jedem Fall, dass fruchtschädigende Medikamente wie z.B. Retinoide in einem ausreichenden Zeitraum vor und während der Schwangerschaft vermieden werden müssen.
Sind Neurodermitis und Schuppenflechte vergleichbare Erkrankungen?Neurodermitis und Psoriasis sind von den Symptomen her zwar ähnlich, allerdings gehört die Neurodermitis zu den allergischen Erkrankungen und das Erscheinungsbild unterscheidet sich vollkommen von dem der Psoriasis. Beide Hautkrankheiten sind erblich bedingt und verlaufen meist chronisch und schubweise mit Zeiten eines besseren oder schlechteren Hautzustandes. Charakteristisch für die Neurodermitis (atopisches Ekzem) sind entzündliche Hautveränderungen wie Rötung, Schuppung, Bläschen und Knötchen, begleitet von meist quälendem Juckreiz. Typisch ist zudem eine sehr trockene Haut. Schuppenflechte (Psoriasis) hingegen ist eine erblich bedingte Entzündungsreaktion der Haut mit darauf folgender Verhornungsstörung und vermehrter Bildung von Hornzellen. Charakteristisch sind rötlich, verdickte Herde mit silberweißen Schuppen, die bevorzugt an Ellenbogen, Knie und Kopf auftreten. Beiden Krankheiten gemeinsam ist leider noch, dass sie bislang nicht heilbar sind.
Wo kann ich mich mit Betroffenen austauschen?Der Austausch mit anderen Betroffenen wird von den meisten Psoriatikern als hilfreich empfunden. Denkbar sind hier in jedem Fall Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe. Im Internet können Sie sich in Foren mit anderen Psoriatikern austauschen und - wenn Sie möchten - dabei ganz anonym bleiben. (www.psoriasis-netz.net/forum)

