Was ist Psoriasis?
Schuppenflechte (Psoriasis
vulgaris) ist eine genetisch bedingte chronisch-entzündliche
Erkrankung der Haut, die – entgegen der Einschätzung vieler – nicht ansteckend ist. Sie ist weltweit eine der häufigsten
und bedeutsamsten Hautkrankheiten überhaupt; allein in Deutschland
zählen 2-3 Millionen Menschen zu den Betroffenen. Das Krankheitsgeschehen spielt sich bei der Psoriasis vor allem in der obersten Hautschicht, der Epidermis ab. Hier werden fortwährend Oberhautzellen gebildet, die nach außen wandern und sich dabei zu Hornzellen entwickeln. Im Vergleich zu gesunder Haut ist bei Psoriasis diese Zellneubildung deutlich beschleunigt. Der normale Zeitraum der Zellerneuerung beträgt 28 Tage. Bei Psoriasis vollzieht sich dieser Prozess in nur 3 bis 4 Tagen; daher können sich die Zellen auch nicht richtig entwickeln.
In der Regel beginnt die Psoriasis zunächst mit einem Ausschlag (Exanthem): Ein roter Fleck oder mehrere erscheinen auf der Haut, häufig gleichzeitig an verschiedenen Stellen. Die Flecken dehnen sich aus und fangen an, eine silbrig glänzende, schuppige Oberfläche zu bilden, die mehr oder weniger leicht abzulösen ist. Bei dem Versuch, die Schuppen mit dem Fingernagel oder einer Pinzette abzuheben, kommt es oft zu punktförmigen Blutungen ("blutiger Tau"). Die Psoriasis kann mit sehr unterschiedlich ausgeprägtem, wechselhaften Juckreiz einhergehen. Typischerweise verläuft die Krankheit in Schüben,
d. h., das Hautbild verbessert oder verschlechtert sich zeitweilig,
da die Symptome unterschiedlich stark auftreten. Insbesondere im Sommer
sind viele Psoriatiker schubfrei (Remissionsphase),
was u. a. auf die vermehrte Sonnenexposition
zurückzuführen ist.
Psoriasis hat viele Gesichter
Interessant ist die Tatsache, dass die Häufigkeit des Auftretens von Psoriasis scheinbar abhängig von Ländern bzw. Bevölkerungsgruppen ist. So leiden z. B. in Norwegen etwa 3 % der Bevölkerung an Schuppenflechte, wohingegen bei den nordamerikanischen Indianern nur 0,5 %, bei den Chinesen sogar nur 0,3 % an Psoriasis erkrankt sind. Das Geschlecht spielt dabei übrigens keine Rolle. Bei der Psoriasis vulgaris, der am weitesten verbreiteten Form der Schuppenflechte (90 %), unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten: Typ I- und Typ II-Psoriasis. Bei Typ I-Psoriasis bricht die Krankheit bereits im Kindes- oder Jugendalter aus, bei Typ II hingegen meist erst zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Neben der Psoriasis vulgaris gibt es allerdings noch weitere Krankheitsbilder, die je nach betroffener Körperregion oder auch nach der Form der Herde unterschieden werden.
Psoriasis: Ein unerwünschtes Erbe
Psoriasis ist keineswegs eine „moderne“ Krankheit. Vielmehr
wurde sie erstmals bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. vom griechischen
Arzt Hippokrates unter verschiedenen Krankheitsbezeichnungen erwähnt.
Trotz ihrer langen Historie ist
sie längst nicht bis ins letzte Detail ergründet. Wissenschaftler
sind sich zwar einig, dass bei der Erkrankung bestimmte Gene eine entscheidende
Rolle spielen, d. h., dass die Veranlagung zur Schuppenflechte zweifellos
erblich bedingt ist, allerdings ist der Erbgang noch nicht vollständig
erforscht. Liegt eine Veranlagung vor, bedeutet das noch keinen unmittelbaren
Ausbruch der Krankheit. Vielmehr spielen hierbei eine Vielzahl von Provokationsfaktoren
eine Rolle: Neben endogenen
Faktoren wie Infektionskrankheiten (z. B. Racheninfekte oder HIV),
bestimmten Medikamenten oder auch Stress, können ebenso exogene
Faktoren wie äußere Verletzungen, Entfettung der Haut oder
andere entzündliche Hauterkrankungen (z. B. Hefepilzinfektion) zum
Ausbruch der Psoriasis beitragen. Das klassische Beispiel
für eine exogene Provokation der Psoriasis ist das so genannte „Köbner-Phänomen“:
Durch unterschiedliche Arten der Hautreizung – manchmal reicht nur
eine minimale Verletzung, wie z. B. durch einen Tesafilmabriss
– wird immer die gleiche Reaktion, eine psoriatische Hautveränderung,
provoziert.
Konsequente Hautpflege ist das A & O
Leider gibt es zur Therapie
der Psoriasis kein allgemein gültiges Patentrezept, da sie immer
abhängig vom Befund und vom Verlauf der Krankheit ist; sprich, von
Patient zu Patient ist individuell zu entscheiden, welche Behandlungsmöglichkeit
am effektivsten ist. Grundsätzlich lässt sich die Therapie der
Psoriasis in 3 Säulen unterteilen: die Lokaltherapie
(äußerliche Behandlung), die Lichttherapie
(z. B. PUVA und UV B-Bestrahlung) und die systemische
Therapie (innerliche Behandlung). Zum Glück gibt es in allen
3 Bereichen immer wieder neue Lichtblicke am Horizont, die zur Behandlung
des einen oder der anderen möglicherweise gut geeignet sind. Eins
ist aber für alle Psoriatiker gültig: Die schonende und vor
allem regelmäßige Hautpflege ist das A & O. Hierzu eignet
sich am besten eine komplette Produktserie wie AQEO mit speziell
aufeinander abgestimmten Produkten. Sie hilft den Juckreiz zu mildern,
damit sich die Haut wieder entspannt und sich die Schuppen leicht ablösen
können. Außerdem kann durch die intensive und konsequente Pflege
ein bestehender Schub gemildert, bzw. ein drohender Schub sogar hinausgezögert
werden. Das regelmäßige Cremen nach der Hautreinigung tut nicht
nur der gestressten Haut gut, sondern ist auch Balsam für die Seele.
Somit ist die geeignete Pflege ein ganz wichtiger Aspekt im Umgang mit
der Krankheit und kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten mit
Psoriasis gut leben zu können.

